Radko - Die Froschkönigin07.06.2007
Ideen gesammelt mit R. L. Durner
1.Teil
Es war gestern um die Mittagszeit, als dies geschah. Es geschah etwas was nicht jeden Tag geschieht: Der Sohn der Bundeskanzlerin Deutsch-lands, Angela Merkel, der Prodi hieß spazierte wieder einmal mit seinem liebsten Haustier Garfield, welches Katze und Allesfresser in einer Person war, und seinen Herrn Prodi fast so sehr wie Lasagne liebte, herum. Wie immer benutzten sie den alten Schrottplatz hinter dem Bundestag, um ein wenig draußen zu laufen. Garfield drängte bereits, wieder nach Hause zu laufen, weil es angefangen hatte zu regnen, und sein Herr meinte:,,Ist ja schon gut, Garfield!“ Die beiden schlugen die Richtung, aus der sie gekommen waren ein, als Prodi plötzlich ein lautes „Plopp!“ hörte. Er sah sich um, und wie erschrak er, als er bemerkte, dass sein liebstes Haustier Garfield verschwunden war. Er blickte sich um, doch er hatte sich nicht geirrt, Garfield war und blieb verschwunden. Da legte Prodi sich auf den Boden und bemerkte erst jetzt, dass dort ein offener Gully war. Er war sich nun fast sicher, dass Garfield dort hineingefallen sein musste. Der Sohn Angela Merkels schaute sich nach Hilfe um, und er fand sie, oder besser gesagt sie fand ihn. Die Hilfe war ein Frosch. Ein ekliger, stinknormaler Frosch und Garfields Rettung, das war dieser Frosch in Pro-dis Augen. Garfields Rettung war er auch, aber ein stinknormaler Frosch, wie Prodi es sich dachte war vielleicht etwas übertrieben… Doch darüber wollen wir später erzählen. Vorerst halten wir uns an das, was geschah, nachdem Prodi den Frosch erblickt hatte. Nämlich an folgendes: Der Frosch sah, dass etwas nicht stimmen konnte, indem er Prodi in die Augen schaute. Er eilte zu dem Sohn der Bundeskanzlerin von Deutschland und fragte mit menschlicher Stimme: ,,Was passierte eben-g’rad’, als meine Augen nicht hierhin sah’t?“ Prodi antwortete verwun-dert über die sprachlichen Künsten des Frosches, der sogar reimte: ,,Meine Katze Garfield fiel in diesen Gully. Er zeigte nach unten zu dem Loch welches bestimmt 2-3 Meter tief war. ,,Ich werd’ ihn befreien, doch ein Versprechen muss gedeihen. Ihr müsset schwören auf Tode ich werd’ mit euch dürf’ schlafe’!“ Prodi dachte kurz, aber da er ein Mensch ohne Plan war und abwarte bis das Prophezeite im Angesicht gekommen war, war das einzige, was er sich gedacht hatte: ,,Abwarten und Tee trinken.“ Sonst nichts. Aber er war ein Mensch ohne Plan. Wie gesagt. Doch was der Sohn der Bundeskanzlerin Angela Merkel dachte, brauche ich hier nicht weiter zu schildern. Denn das Märchen geht weiter. Auf uns wartet’s nicht. Also lasset uns fortfahren. Prodi schwörte das eben genannte. Der Frosch sprang in den Gully und kam sich mit Garfield abmühend zurück. Prodi überlegte sich im letzten Moment sein Versprechen nicht einzuhalten und lief schnellstens mit Garfield in der Hand zurück zur Villa. Doch er war ein einigermaßen fairer Mensch und zog vorher deswegen einen 50-€-Schein aus seiner Tasche und warf ihn dem Frosch hin.
2.Teil
Als Prodi im Schloss angekommen war, schämte er sich schon wieder, dass er den Frosch einfach sitzen gelassen hatte und nicht sein Versprechen eingehalten hatte, doch andererseits wollte er auch nicht hinaus, um dort den Frosch zu suchen, da aus dem kleinen Regen jetzt ein richtiger, sogar sehr großer Sturm geworden war. Er entschied sich für das letztere, denn wenn dieses Ekel von Frosch unbedingt mit ihm schlafen wollte, so sollte es ihn gefälligst auch selbst aufsuchen -und finden. Und dies tat das Tier tatsächlich, ja es sprang, so schnell ein Frosch springen kann aus dem Schrottplatz hinaus, als es an der Straße anhalten musste. Es war wohl ein sehr kluger Frosch, weil er nicht nur an der Straße anhielt, sondern auch 2o Meter nach links sprang, wo die näheste Ampel stand. Aber jetzt kommt das erstaunlichste: Der Frosch hielt an der Ampel an und wartete, dass es „grün“ für ihn wurde. Er wartete vielleicht zwei Minuten, aber es wurde immer noch nicht „grün“. Er überlegte, woran das liegen konnte. Dann blickte er hinauf und sah etwas, was er wohl befürchtet hatte, denn er verzog sein Gesicht, sosehr ein Frosch sein Gesicht verziehen konnte. Oben war ein Knopf, auf welchen man drücken musste, damit die Ampel für Fußgänger oder wie in diesem Fall „Fußspringer“ „grün“ und für die PKWs und LKWs „rot“ wurde. Der Frosch überlegte nicht kurz, sondern sehr bedacht und ausführlich. Wieso hatte er auch diesem 17-jährigen Jungen vertraut!, dachte er sich und antwortete sich gleich selbst: ,,Weil ich keine Wahl hatte!“ Ihr treuen Leser versteht bestimmt nicht, was er damit meinte, doch das werden ihr früh genug erfahren, noch in diesem Märchen, früh genug. Doch kehren wir doch erst einmal zu Prodi zurück, welcher Garfield gerade zu dem Diener führte, welcher für Trocknungen und Massagen zuständig war. Zum Glück hatte es geregnet, sonst müsste Prodi das nasse Fell Garfields selbst föhnen, da er es nicht erklären würde können, doch so war es selbstverständlich, dass jemand der draußen im Regen war, nicht gerade an Trockenheit leidete. Seine einzige jetzt mögliche Befürchtung, lautete: Der Frosch würde wieder kommen. Diese Befürchtung milderte sich aber durch den Fakt ab, dass er es ja immer versuchen konnte, zu „schummeln“. Wenn er nicht weggerannt wäre, musste er mit dem Frosch schlafen und so konnte es passieren, dass er mit im schliefe. Jetzt erst kam ihm überhaupt der Gedanke in den Sinn, dass er Garfield im Gully lassen könnte, doch den verjagte er schnell wieder. Tief in seine Überlegungen vertieft, hörte er die Stimme einer Frau, wahrscheinlich Dienerin, die ihn zum Essen rief. Er ging in den großen Essenssaal ihrer Villa, wo man ihn bereits erwartete. Heute gab es leicht angegarrene Schweinekotellets mit in Honig abgetrieften Leber-knödeln. Dazu eine reiche Auswahl an Soßen und für jeden einen Riesen-Teller voller Speck-Kohl-Salat mit kräuterhaltiger Soße. Doch was Prodi, seine Mutter und die ganzen anderen aßen, ist jetzt sehr unwichtig. Denn während die ganzen Leute, mit Ausnahme von Prodi, welcher sich immer noch Gedanken machte, schmausten, passierte etwas viel interessanteres und das nur vielleicht 5o Meter von der Villa entfernt - beim Frosch. Dieser hoffte nun, dass irgendein Passant vorbeikommen würde, der über die Straße wollte und den Knopf drückte. Doch es kam niemand. Da beschloss der Frosch irgendetwas auf eigene Faust zu unternehmen, um über die Straße zu kommen, ohne dabei überfahren zu werden. Er hatte zwar keinen Plan, doch der würde ihm noch einfallen, oder? Er überlegte keine fünf Minuten, da kam ihm auch schon die rettende Idee. Ihm war die Sache mit dem Gully wieder in den Sinn gekommen und vor ihm war ein Gully und, es ist kaum zu fassen, auf der anderen Straßenseite gab es auch einen. Er hoffte, dass sie miteinander verbunden waren und, tatsächlich, sie waren verbunden. Der Frosch war also binnen 1o Minuten an der Villa angekommen, in welcher Prodi, sein Diener Stoiber, seine Mutter Angela Merkel und viele andere wohnten.
3.Teil
Der Frosch wurde am Eingang der Villa von den Wachen abgewiesen, doch er bat sie hineinzugehen und Prodi nach dem „Gully-Frosch“ zu fragen. Also willigten sie ein, aber es sollte nur einer gehen, damit die anderen drei den Frosch hindern konnten hineinzugehen, bevor der andere Wach-mann mit Erlaubnis zurückgekommen war. Dieser klingelte an der Türe, die zum Speisesaal führte. Angela Merkel holte ein kleines Steuerungsgerät, drückte auf einen der 74 Knöpfe für jeden der 74 Säle und Räume der ganzen Villa, und öffnete somit die Tür des Speisesaals. Der Wachmann kam hinein. „Was ist passiert?“, fragte ihn Angela Mer-kel. Der Mann antworte: ,,Draußen steht ein Frosch, welcher hineinzu-kommen wünscht und mir gesagt hat, ich solle ihren Sohn nach dem „Gully-Frosch“ fragen.“ „Was meint er damit?“, fragte Angela Merkel, den Blick auf Prodi gerichtet, in welchem ein mulmiges Gefühl hochstieg. Seine Mutter merkte es an seinem Gesichtsausdruck und fragte ihren Sohn, was passiert sei. Der weigerte sich als erstes Bericht abzugeben. Doch als seine Mutter ihm mit 2 Wochen Ausgangsverbot drohte, rückte er mit dem Bericht heraus. Alle hörten gespannt zu, denn solch eine Abwechslung gab es für die ganzen Leute schon lang nicht mehr. Als Prodi zu Ende gesprochen hatte, befahl Frau Merkel dem Wachmann: ,,Lasst ihn herein!“ So kam es dazu, dass Prodi mit dem Frosch schlafen musste.
Sie waren beide schon längst eingeschlafen, da erwachte der Frosch plötzlich und fing an zu reden, zu reden, zu reden… Am Ende sprach er: ,,Küss mich!“ Er sprach es mit einer heiseren, Leid beweisende Stimme. Er sprach es, als sei dies der letzte Moment seines Lebens, und er wolle noch einen letzten Kuss, bevor er in eine ewige Welten hinaufstürzen würde. Prodi bekam Mitleid und war wie hypnotisiert. Er küsste ihn, oder viel mehr sie, denn vor ihm stand wahrhaftig die Außenministerin der Vereinigten Amerikanischen Staaten: Rice. Es war Liebe auf dem ersten Blick. Sie umarmten sich, sie küssten sich und heirateten nur zwei Jahre später.
Das ist die Liebe…
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