Jess - Ganz allein...06.10.2008
…und so sitze ich nun in einem Bett, was nicht meines ist, schreibe, was nie gelesen wird und bereue wovon niemand jemals etwas erfahren wird.
Es ist fast Mitternacht, Gelächter durchdringt die Stille, die in Ihren Weiten, hier auf dem Lande eigentlich ganz unscheinbar wirkt.
Das Lachen ist nicht meines. Es scheint, als sei es dass, welches mein Bruder und seine pseudofreunde aus dem Zimmer nebenan, welches bis vor kurzem noch mir gehörte von sich geben.
Ja, es war mein Zimmer, mein Bett, meine mühevoll angestrichenen Wände-und stopp. Da ist es wieder, weshalb ich nun hier, nicht ganz sitze und auch nicht ganz liege und schreibe, obwohl ich es eigentlich für Zeitverschwendung halten würde. Ich bin nämlich die Sorte von Mensch die sich einredet etwas sinnvolles mit seinem Leben anfangen zu müssen und es auch zu tun. Ich tue dieses nicht. Warum dies jeder denkt, ist mir ein Rätsel.
Jeder von uns hat ein verborgenes Talent- so heißt es. Und wenn wir mal genauer darüber nachdenken, in uns kehren und wirklich darüber nachdenken mit welchem Talent wir gesegnet seien, so fällt uns keines ein. So hält der Homo Sapiens , wie es so schön heißt, sich für untalentiert und nichts könnend. natürlich würde er das nie zugeben.
Ich gebe meine Macken zu. ich kann nicht singen, nicht zeichnen nichts was mit Kreativität zu tun hat. Vor allem kann ich nicht schreiben.
Mit diesem Problem gehe ich offen um. Ich erzählen den Leuten die es hören wollen, ehrlich gesagt auch denen die es nicht hören wollen, wo meine Schwächen liegen. Ich bin ein ehrlicher Mensch.
Die letzten Jahre habe ich meine Zeit damit verbracht, eine Vorausbildung für den kreativen Bereich zu verrichten. Es war nicht einfach-doch ich habe es mehr oder weniger geschafft.
Stolz bin ich nicht, denn ich bin ein ehrlicher Mensch. Viele Leute, die ich treffe und die auch eine Art von Ehrlichkeit besitzen, so wie ich sie besitze, haben mir gesagt dass ich für mein Alter schon sehr selbstständig und weit sei.
Mein Alter entspricht nicht dem, was meine Ehrfahrungsberichte sagen. Das Stimmt.
Diese Erfahrungen die ich gemacht habe, machen durfte, machen musste. Die schönen Tage, die wundervollen Taten der Menschen die ich eins so liebte. Die grausamen Jahre, die durchwachsen waren von negativen Einflüssen und schlechten Taten, die ich teils ehrfahren teils selbst vollzogen habe. Diese haben mein Leben bis heute geprägt.
Für diesen Moment, der wie ein Rausch der schlechten Erlebnisse auf mich eindrescht. Der mich immer wieder mit den Fäusten der Gewalt, welche in ihm stecken, von dem gleich ob Mann oder Frau nicht weis ob es der Realität angehört auf mich einprügelt. Immer und immer wieder. Immer wenn es einmal wieder einen unerwarteten Augenblick gibt.
Solch Augenblicke bergen Gefahren von denen wir als Mensch ohne Seele die Ausmaße nicht einmal wagen zu erahnen.
An einem schönen sonnigem Tag sitzt du draußen. Alleine wohlbemerkt, weil du gerne alleine bist. Weil du gerade denkst eine ruhige Minute verdient zu haben. Weil dich gerade in diesem Moment die Selbstsüchtigkeit überkommt und du nur ganz alleine für dich sein willst um dir in dieser ruhigen Minute etwas Gutes zu tun.
Und da ist es. Das Loch, aus dem die Schreie kommen die dein Leben, mal wieder in das verwandeln, wogegen du Monate und Jahre ankämpfst. Ist es Real? Woher kommt es und warum nimmt es sich die Frechheit heraus sich einfach so an deine Seele zu klammern und das letzte Stückchen was davon noch da ist an sich zu reißen und langsam und qualvoll in ganz kleine Stücke zu zerpflücken.
Ein Prozess der niemals endet. Der dich zu einem Gefühlskaltem Homo Sapiens macht, der sich nun nicht länger, aufgrund der nicht vorhandenen Seele, Mensch schimpfen darf.
Ich bin ein ehrlicher Mensch, denn ich berichte von meiner fehlenden Seele, die ich niemals zurück erlangen werde. Die schon soweit auseinander gerissen ist, dass der letzte Rest mit welchem ich noch in der Lage bin zu fühlen ,aus Angst, Unwohlsein, Scham und selbstzerstörerischem Hass besteht.
Wie es sich damit lebt? Ich weis nicht genau. Ich verspüre Angst in den simpelsten Situationen. Ich lebe ohne Liebe. So ungefähr sieht so etwas aus.
Ich denke ich bin so einem Gefühlskrüppel geworden, also ich war es nicht immer. Wird man zu so jemandem wenn man im Kindesalter selbst keine Liebe erfährt? Habe ich wirklich keine Liebe erfahren oder spielen mir meine Gedanken, was dann nicht das erste und auch nicht das letzte mal wäre, einen Streich? Führt dieser Streich zu einer ganz veränderten Lebensform, die dazu veranlassen ließ meine Seele dem Wesen aus dem tiefen schwarzen Loch zu geben, welches sie mit Genuss verspeist?
Und ist jede Hoffnung nun zu spät weil die Niedergeschriebene Erkenntnis nun ein wenig Licht ins dunkle bringt, was sie nicht hätte dürfen? Und ich erlaube mir eine letzte Frage, welche sich um das jetzige Geschehen dreht wenn ich nun gleich den PC ausschalte und im Nebel der Dunkelheit ertrinke, die Angst die ich noch in der Lage bin zu spüren erlebe und weinend in das niemals endende schwarze Loch falle, zu stellen… Gibt es eine Rettung?
Anonym Ja gibt es..!!
Kenne das was Du denkst!!
Gibt die Hoffung nie auf!!!
http://www.repage5.de/member/own_thoughtzz
vllt hilft Dir das ein bisschen!
Lisa Die Ignoranz der meisten Menschen kann Einen krank machen.
|