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kooperative Geschichten

Sebastian - Wieder und wieder

18.05.2009

Sie kamen, das waren Sie, ich konnte sie spüren und sie mich, dass wusste ich. Es fühlte sich an als würde das Blut zu Eis erstarren. Ich wusste was passieren würde, es war nicht das erste Mal. Ich rannte die Treppe hinunter und hörte das Geräusch von Motoren, das schnell lauter wurde und dann erstarb. Ich schloss die Kellertür auf und lief grade zwischen einigen Wäschebergen hindurch als ich meine Haustür splittern hörte. Schritte im Flur, das waren sie, sie wussten wo ich war, war ja klar. Wie immer hatte ich das Gefühl das sie mich genau spüren können. Ich schloss die Kellertür in den Garten auf, mein Herz raste vor Angst als ich hindurch trat und die Treppe hinauf ans Licht stieg. Ich hörte das Splittern der Wintergartentür und sah eine der Gestalten die grade im Begriff war auch die Scheibe zum Garten zu durchbrechen und rannte wieder los. Durch den Garten, über den Zaun, die (menschenleere) Straße entlang und dann in ein Gewirr verwinkelter Gassen. Ich hockte mich hinter ein Paar Mülleimer um zu verschnaufen, hatte ich sie abgehängt? Nein, da war sie wieder, die inzwischen nur allzu vertraute Kälte. Sie kamen näher. Ich riskierte einen Blick zurück. Der Schreck zog mir die Eingeweide zusammen, als ich direkt in das Gesicht einer der Gestalten blickte. Ich stolperte rückwärts. Wieso lief ich eigentlich? Ich wusste doch sowieso schon, wie es ausgehen würde. Ein Mal links abgebogen, dann einmal rechts, dann wieder links und schon stand ich in einer Sackgasse. Ich wirbelte herum nur um zu sehen, was ich sowieso schon wusste, sie standen am Eingang der Gasse und blickten mich mit stahlgrauen Augen an. Es war wie in einem schlechten Film. Ich wich zurück bis ich eine kalte, harte Wand im Rücken spürte. Ein Messer blitzte auf und ich spürte einen stechenden Schmerz, dann wurde alles schwarz und ich wachte schweißgebadet auf, wie jedes mal. Es ist erstaunlich wie sehr sich speziell junge Menschen an ihr Leben klammern obwohl sie wissen, dass es nur ein Traum ist.

Kerrin
Interessant. Da muss ich drüber nachdenken.