Rebecca - Auf nen Kaffee31.01.2007
Kristallblaue Augen, ein süßes kleines Stupsnäschen und volle rote Lippen und zwei schwere Tüten in den Händen.
Unsere Blicke streiften sich inmitten des Einkaufszentrums. Sie hält meinen Blick stand und lächelt. Ich lächle. Ich kann an nichts anderes mehr denken, außer an ihren süßen Lippen und ihre braunen Lochen.
Vor meinem inneren Auge spielte sich schon unsere Hochzeit ab; sehe vier bis fünf Kinder (wahrscheinlich unsere) und küsse sie auf einer Bootsfahrt im Pazifik. Wir gehen Hand in Hand am menschenleeren Strand spazieren und plaudern über dies und jenes. Bin verzaubert durch ihre Anmut und ihre Bewegungen. Ein leichter Duft ähnliche eines frühen Morgens, taufrischer Wiesen.
In ihren Augen sehe ich, dass sie genau die gleichen Gedanken hat. Spüre ihr Verlangen. Ihr Verlangen nach mir. Sie muss meines auch spüren. Mein Verlangen nach ihr.
Ich gehe langsam auf sie zu, mit dem Gedanken ihr die schweren Einkauftüten abzunehmen. Ihr leise ins Ohr zu flüstern: „Hey meine Süße, machst`n du heut noch? Gehen wir nen Kaffee trinken?“ Ich male es mir schon aus, wie wir beide uns im Cafè unterhalten und einander näher kommen. Der Gedanke lässt sich nicht verdrängen, als ich 10 Meter vor ihr stehe, dass ich sie heute nacht verführen werde.
Ich fahr mir durchs Haar und grinse sie an.
Sie winkt. Mir? Ich knappere verlegen auf meiner Lippe und hebe zügig meine Hand um sie zu grüßen.
Dann schiebt sich ein Typ zwischen uns.
Sie wird geküsst. Jedoch nicht von mir.
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