Lisa - Die Abenteuer von Joe und Ray Teil 225.08.2009
Joe seufzte.Schließlich stand er einfach auf und zog sich an. Was sollte er auch sonst tun? Vorsichtshalber packte er eine Schwimmweste, Schwimmflügel, eine Badehose und eine Taucherbrille ein. Bei Ray war er sich nicht sicher, wie viel er an Proviant mitnehmen sollte. 1. war Ray furchtbar verfressen, 2. hielt er ihn für zu verfressen und 3. fürchtete er, der Proviant könnte den Kreaturen des Meeres schneller zum Opfer fallen, als er oder Ray ihn verbrauchen konnten. Ein paar Schokomuffins durften jedoch nicht fehlen. Ein paar Hemden, Pullis, Jeans, Unterhosen, Socken... dabei fiel ihm auf, dass sein Vorrat an sauberen, undurchlöcherten Socken beachtlich klein war. Nun ja, wenn Ray den Gestank nicht länger ertrug, würde er notfalls ebend keine Socken tragen. Joe ahnte, dass das ziemlich bald sein würde, denn seine Füße hatten die unliebsame Eigenschaft, unerträglich zu müffeln und das trotz aller ergriffenen Maßnahmen von täglichen Fußbädern über Cremes aller Art. Natürlich durften auch wichtige Abenteuerutensilien wie Schweizertaschenmesser, Taschenlampe und Seil, sowie Walkie-Talkies, die Joe von Ray zum Geburtstag bekommen hatte, nicht fehlen. Schließlich stopfte er noch seine heiß geliebte PSP und ein paar seiner Lieblinsspiele gut verpackt in einen Plastikbeutel mit Peilsender in den Koffer.(Den Peilsender hatte er selbst gebaut. Ray nannte ihn einen Technikfreak.) Gerade wollte er zur Tür hinaus gehen, da hörte er plötzlich ein leises Fiepen hinter sich. Natürlich! Wie hatte er nur seinen kleinen Zwergdackel Killer vergessen können?! Er konnte ihn doch unmöglich einfach mutterseelenallein zurück lassen! Joe kraulte ihn liebevoll hinter dem Ohr, klemmte ihn sich unter den Arm und packte schnell noch ein wenig Futter für seinen kleinen Kameraden ein. Obwohl er fest davon überzeugt war, dass seine Schokomuffins ihm ebensogut geschmeckt hätten.
Ray wartete bereits am Hafen auf Joe, obwohl es erst halb sieben war. "Musstest du deinen Zwergpinscher mitbringen?!", stöhnte er, als er ihn mit Killer unter dem Arm kommen sah. "Er ist ein Zwergdackel." Ray nahm ihm den Hund ab. "Komm, dann zeige ich dir jetzt mal unser Mädchen!" Ray führte Joe an vielen prächtigen Segelschiffen, kleinen Dampfern und armseligen Ruderbooten vorbei zu einem merkwürdigen Gestell. Es glich nichts, was Joe vorher schon einmal gesehen hatte und entsprach nicht gerade seinen Vorstellungen von einem Seegefährt. Es bestand ganz und gar aus miteinander verflochtenen Seilen und Tauen, die um fünf Masten und sechs Kanonen gespannt waren. Die Segel fehlten ganz, dass Deck glich einem Schweizer Käse. Joe fielen dazu nur folgende Worte ein, "Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein, Ray!" Doch Joe wusste leider, dass es Rays voller Ernst war, darum wartete er gar keine Antwort ab und fragte gleich, "Wo sind denn die Segel?" "Gut.", gestand Ray. "Die Segel müssen wir improvisieren, aber keine Sorge ich habe bereits ein paar Laken mitgebracht, die wir als Segel nutzen können." "Die Segel sind ja auch nur eine unwichtige Kleinigkeit." Joe verdrehte die Augen. "Ray, dieses Ding ist niemals seetauglich! Wir müssen ja nur in einen Mottenschwarm geraten und schon sind wir es los! Im übrigen glaube ich nicht mal, dass es schwimmt. Es hat ja lauter Lecks. Und die Masten und Kanonen drücken es unter Wasser. Was hast du dir nur gedacht, als du dieses Ding gekauft hast?!" "1. hat mir der Verkäufer nicht nur zugesichert, dass dieses Mädchen schwimmt, sondern mir auch noch haargenau erklärt wie. 2. ist es, was dir ja eigentlich gefallen sollte mit Bombenextras ausgestattet und 3. sollten wir ihr endlich einen Namen geben! Dein ewiges Gerede von "dem Ding" nervt." "Also gut, also gut. Wir geben ihr einen Namen. Such du einen aus!" Ray überlegte. Nach kurzem Zögern meinte er, "Wie wär's mit Starlight, Komet, oder Wave? Ich finde Pearl schön, oder was ist mit Flower?" Joe verdrehte die Augen. "Wie wär's mit einem passenderen Namen, wie Geldverschwendung, Nadelkissen, odere sicherer Tod?!" Ray reagierte nicht darauf. "Gut abgemacht, nennen wir sie Wonder!" "Weil es ein Wunder ist, wenn wir die Fahrt mit ihr überleben." "Auf deinen Sarkasmus können wir verzichten." Joe seufzte. "Und wie funktioniert das Ding, ich meine die Wonder nun?" "Ganz einfach, oder nichts leichter erklärt, als das trifft wohl nicht ganz zu." Ray schwang sich an Deck. "Folge mir!" Joe folgte ihm. Jedoch mit sichtbaren Zweifeln. "Die Wonder hat einen Motor.", begann Ray zu erklären. "Er befindet sich im Zentrum unter der Steuerung. Die ist im übrigen auch etwas anders, als bei normalen Schiffen, aber eins nach dem anderen. Der Motor pumpt Wasser in die Masten, heizt es auf und stößt es als Dampf wieder aus. So gleiten wir praktisch über das Wasser. Bei den Kanonen funktioniert es ähnlich, wenn sie abgefeuert werden. Nur das der Dampf dann die Kugeln ausstößt. Mit den Segel bestimmt man die Richtung, wie bei anderen Schiffen auch." Ray machte eine Pause, um zu sehen, ob Joe beeindruckt war. Dieser blickte jedoch immer noch leicht skeptisch drein.
Fortsetzung folgt!
Mareike Ich habe dir unter deiner E-Mail Adresse eine Nachricht hinterlassen. Wollte das nur hier hin schreiben, falls du vielleicht deine E-Mails nicht mehr kontrollierst.
Mareike Es tut mir Leid...
Mareike Bitte! Gib mir wenigstens ein Wort, dass du es gelesen hast. Irgendein Zeichen... Am besten das, was ich dir in der Mail geschrieben habe...
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