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kooperative Geschichten

Ssykor -

16.03.2010

Er war auf einer Feier eingeladen, doch irgendwie fühlte er sich sehr unwohl. Er kannt doch die Leute alle erst seit kurzem. Und was sollte er jetzt hier auf einer Abschiedsfeier dieser jungen Frau mit der er vielleicht zwei bis dreimal ein kurzes Gespräach gehalten hatte. Smalltalk. Hallo. Wie gefällt es dir hier so? Achso du bist nur Praktikantin. Wie du gehst? Ah ja, ok Studium. Er hatte schon wieder vergessen was sie studierte. Aber wenn er ehrlich wahr, wichtig war es ihm nicht wirklich, nicht das er sich nicht dafür interessierte. Aber wieso sollte man sich auch etwas über eine Person merken die man in drei Wochen vielleicht fünf mal gesehen hat. Es war trotzdem eine nette Geste das er auch eingeladen wurde. Das hat ihn auch irgendwie, hmmm...berührt?

Und nun saß er hier, in einem Zimmer mit sechs anderen Leuten. Die er eigentlich nicht wirklich kannte. Naja wenigstens ist Bier da, dachte er sich. Wollen wir eine rauchen gehen?, fragte eine der Personen die er nichtmal vom Namen her kannte. Zwei andere der Leute die er schon etwas kennen gelernt hatte bejahten dies, und auch er sagte zu. Nun standen Sie hier zu viert. Die anderen redeten über die tolle Zeit die man gemeinsam hatte, so schade das diese schon um ist. Und er? Er stand da und beobachtete, wie er es so oft machte. Lieber erstmal die Lage überblicken. Bevor man zuviel über sich selbst preisgibt, die anderen erstmal "auspionieren". Er dachte sich oft ob das auch das richtige ist was er da immer tut. Im Hintergrund bleiben. Schüchtern war er. Oh ja. sogar sehr.

"He Süße! Was machst den so ganz alleine hier? Ich habe dich schon ein paar mal gesehen und bin der Meinung bist ja echt Lecker. Nichtmal Lust was miteinander zu unternehmen?" Solche Sachen gingen ihm immerwieder durch den Kopf. Aber er konnte noch nie auf Frauen zugehen. Zumindest nicht auf jene die ihn auch interessierten. Und wenn dann muß sein Alkoholpegel etwas höher sein. Obwohl etwas auch schon wieder untertrieben ist. Und Frauen stehen ja ganz besonders darauf von irgeneinem dichten Sack angesprochen zu werden. Wie oft dachte er sich schon, Scheiss drauf! Mehr als Nein sagen kann Sie nicht, geh ran. Und doch hatte er immer diese doofe Blockade im Kopf. Wie oft saß er schon Stunden da und versuchte die Ursache dafür zu finden. Er kam bisher nie auf einen grünen Zweig. Nicht einmal "Drogen" brachten ihn wirklich weiter. Diese bewusstseinerweiterten. Wo immer alle sagen, He! Da kann man echt mal über alles in Ruhe nachdenken. Das bringt was, probier doch mal. Klar deswegen hatte er keine Drogen genommen. Er rauchte eine sehr lange Zeit sehr viel und regelmäsig Mariuhana. Doch das rauchte er um seinem Alltag zu entkommen. So sagte er es zumindest immer. Aber warum er so unbeliebt bei den Frauen war oder warum er einfach nicht auf Frauen zugehen konnte hatte er deswegen auch nie verstanden. Er sah nicht schlecht aus, vielleicht kein Adonis, aber nicht schlecht. Das war zumindest das was er immer von "älteren Frauen" wie seiner Mutter, Bekannten oder Verwandten hörte. Aber dabei dachte er sich auch nur, he das ist meine Mutter, das ist meine Tante oder dergleichen. Klar das eine Mutter sagt das ihr Kind hübsch ist. Zugern würde er auch gerne mal der "Star" auf der großen Party sein. Lass den Löwen raus! Zeig Ihnen was für ein geiler Hengst du sein kannst!


Aber er stand nun hier mit ihm relativ unbekannten Leuten, rauchte eine Zigarette, und beobachtete. Das was er schon immer am besten konnte. Mittlerweile waren auch alle fertig mit rauchen und man begab sich wieder in die Wohnung. Es war Winter und man war doch froh wieder ins warme zu kommen. Hier haben die anderen drei sich scheinbar prächtig amüsiert. Es wurde ein Pizza bestellt teilten sie den Rauchern mit. Der eine der 3 hatte es irgendwie fertig gebracht innerhalb der knappen zehn Minuten die draussen verbracht wurden, sein mittlerweile viertes Bier aufzumachen. Verdammt was geht den bei dem ab? Der hatte doch noch sein erstes Bier in Hand als wir aufstanden, ging unserem Protagonist durch den Kopf. Wenn er so weiter macht dann ist bald das Bier weg. Vier Six Pack für sechs Leute war aber auch etwas wenig. Ok die zwei Frauen tranken Ihren Rosé. Der Freund der einen war sowieso etwas komisch. Zwar nett aber doch komisch. Gebt wenigstens den anderen bescheid die kommen das sie noch was zum Trinken mitbringen sollen, dachte er sich. Da ging die Türe schon auf und herein kamen nocheinmal zwei Frauen. Die eine groß, schlank und sehr hübsch wie er sich dachte. Die andere, nuja, sie war nicht so ganz sein Fall. Zuwenig Alkohol da das er es schaffen könnte sie noch heute anzusprechen. Und vorallem hatten wir es ja vorhin schon von den Frauen und betrunkenen Männern.

Mittlerweile bekommt er in seinen Hintergedanken wieder ein klein wenig depressive Gedanken. Die hat er aber mittlerweile so oft das er es nicht mehr wirklich wahrnimmt. Nach aussen immer nett und freundlich sein, auch wenn man innerlich eine recht große Unruhe mit sich führt. Er sehnt sich nach Zuneigung, Umarmungen einfach nur eine Partnerin haben neben die er sich abends nach einem langen, anstrengendem Tag einfach kuscheln konnte. Sex war ihm mittlerweile nicht mehr so wichtig. Er ist mittlerweile in einem Alter angekommen in dem er sich mehr um eine feste Beziehung, um seine freuen würde.Etwas mit dem man seine Zukunft aufbauen kann. Klar Sex ist eine tolle Sache, aber wie heisst es so schön? Es ist nie so toll wie man es sich bei der Masturbation vorstellt. Und das war leider wahr. Er wusste schon jetzt wieder das er in den nächsten Stunden wieder alleine im Bett liegen würde. Manchmal wollte er deswegen einfach nur losweinen, aber er konnte nicht mehr. Verlernt hat er es nicht, er kann es einfach nicht mehr. Nicht wenn er es will. Das er schüchtern ist haben wir ja schon vorher erfahren, doch dazu kam noch das er gelegentlich mal sentimental wurde. Bei Filmen merkt er es oft. Dann kommen Stellen wo er merkt das ihm mal eine Träne runterkullert da es ihn einfach berührt. Aber wenn er sich über sein "Liebesleben" oder andere Sachen in seinem Leben nachdenkt macht die ihm seine depressiven Gedanken bescheren, und er wirklich will, dann kann er nicht weinen. Wie oft geht im durch den Kopf, warum sagen Frauen das sie einen liebevollen, zärtlichen Mann wollen und jedesmal lassen sie sich trotzdem auf die Arschlöcher ein? Da denkt er oft an die Geschichte mit den Männertypen zurück. Der Mann mit der Bohrmaschine. Sei als Mann froh wenn du nicht diesem Typ entsprichst. Dann hast du die Arschkarte gezogen. Frauen kommen auf dich zu, heulen sich bei dir aus was ihr Freund doch für ein Arsch sei, schon wieder betrogen, nur Sex wollen und die ganze alte Leier. Dann darf man sich das anhören, und gelgentlich darf man mal mit seiner Bohrmaschine vorbeikommen, etwas an der Wand befestigen. Bilder aufhängen oder so etwas. Aber die Frau bekommt man nie. So kommt er sich oft vor. Exfreundinnen die sich bei ihm melden und ihr "Leid" vorheulen. Andere Frauen die er kennen lernt wollen nur reden. Näher kennenlernen? Nein wieso den auch. Sie haben ja einen Depp gefunden der immer dasteht und zuhört. Und dann ist es meisst so einer wie unser Protagonist. Lieb, einfühlsam und ganz wichtig schüchtern!

Die Pizza ist mittlerweile angekommen. Der große Streit um die Eckstücke beginnt. Er bekommt natürlich ein Teil aus der Mitte ab. Genau die Teile was sich so beschossen essen lassen. Weil man sie nicht richtig anpacken kann. Es werden noch ein paar Bier getrunken, aber das ist auch schon bald alle.Und so langsam neigt sich der Abend dem Ende zu. Die Leute verabschieden sich. Die Gedanken bleiben. er macht sich auf den nachhauseweg. Er liegt alleine in seinem Bett....und weint.

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