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kooperative Geschichten

Laura - Kann alles besser werden? Part 2

05.04.2010

Das ganze Wochenende hocke ich in meinem Zimmer, wie ein Trauerklos in seiner Suppe.
Per SchülerVZ und Web-Cam kann ich mich aber jederzeit mit Charlotte und Paulina unterhalten und mich mit Lasse streiten!
Ich nehme meinen Laptop mit in dieses altmodische Kaff, das steht fest!
Am Sonntagmorgen um 10:00 Uhr fahren wir los.
Wir sitzen jetzt schon zwei Stunden im Auto.
"Mama? Wo ist denn diese Streberburg?", frage ich.
"Wir sind gleich da. Schau! Dort steht ein Schild: Musikinternat Burg Wesenheim-Kiel!", antwortet Mama.
Als wir die Auffahrt zum Parkplatz herauf fahren, sind schon viel Kinder da.
Auf dieser Streberburg haben die Osterferien nämlich gerade aufgehört.
"Iieh...", sage ich und verziehe das Gesicht,"alle hier tragen die gleichen Klamotten!"
"Ach, Schätzchen! Nun hab dich nicht so. Irgendwann gefällt es dir hier und du willst doch eine große Pianistin werden, oder?", muntert mich Mama auf.
Papa und meine Schwestern Laura und Julia nicken mir zu.
"Nagut", seufze ich,"wann holt ihr mich aus diesem Pappnasenladen denn wieder ab? Ich meine ... doch nicht erst in den Ferien, oder?"
"Nein, wenn wir es schaffen, dann jedes Wochenende, also von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag bist du bei uns. ist das nicht toll?"
"WAS! NUR ZWEI Tage in der Woche?"
"Schätzchen, es geht leider nicht anders, machs gut, bis zum Wochenende, tschüss!"
Und meine Familie braust winkend davon.
Ich stehe lange stumm da, spüre nichts um mich herum und glotze unserem Auto hinterher, bis es im Dorf verschwindet.
Plötzlich tippt mir jemand auf die Schulter.
"Hallo! Du musst Mareike Hansen sein! Ich bin die Direktorin dieser "Streberschule" oder diesem "altmodischen Kaff". Deine Mutter hat mir schon erzählt, wie du unsere Schule einschätzt!", sagt die nette blonde Frau.
"Ach, das...das war doch nicht so gemeint.
Welche Klasse werde ich denn besuchen?"
"Also vom Alter her die Sechste, aber von der musikalischen und auch der praktischen Intelligenz her, würde ich dich gerne in die Siebte stecken.
Was meinst du dazu?", fragt die Direktorin.
"Nun ja...also, ich meine, ich bin erst 11 Jahre alt...und werde erst im August 12... Da kann ich doch in der Siebten, also vom Alter her, gar nicht mithalten. Ich wäre ja auch in der Sechsten die Jüngste. Aber...OK, versuchen wir es erst mit der Siebten, ich bin einverstanden!"
"Und deine Eltern?"
"Die mussten schnell weg,aber ich kann Ihnen Mamas Nummer geben", sage ich.
"Ja vielen Dank! Viktoria Sacher, komm einmal her! Mareike, das ist Viktoria Sacher, die Jahrgangssprecherin der Siebten, und auch die Klassensprecherin der 7B, deiner neuen Klasse! Wenn du Probleme hast, kannst du sie jederzeit um Hilfe und Rat bitten.
Viktoria, das ist Mareike Hansen, eine neue Schülerin der 7B. Bitte unterstütze sie am Anfang ein bisschen, sie ist noch viel jünger, als die anderen aus eurer Klasse! Viel Spaß euch beiden", sagt die Direktorin und verschwindet.
"Das sind meine Freunde, Minerva und Felipa", sagt Viktoria.
"Hi, Minerva!", sagt Minerva und schüttelt mir die Hand.
"Hi, ich bin Felipa, mit ,F´ ,E´ und EINEM ,P´, du kannst mich aber auch Feli nennen!", grinst Felipa.
"Wer bist du?", fragt Minerva.
"Ich bin Mareike Hansen und bin 11!", sage ich etwas ängstlich.
"WOW! So alt war ich in der Vierten!", staunt Minerva.
"Sie ist einmal sitzen geblieben, musst du wissen, und ist somit die Älteste der Klasse!", klärt mich Felipa auf.
"OK!...", sage ich.
"Ich glaube, ich führe dich jetzt ein bisschen herum, nehmt ihr bitte ihren Trolli und den Rucksack, Feli und Mine?", sagt Viktoria.
"Viki? Lass uns ihr doch als erstes die Zimmer zeigen, ich meine...dann müssen wir die Koffer nicht so lange schleppen."
"OK", antwortet Viktoria, "hast du eigentlich einen coolen Spitznamen?"
"Nun ja", sage ich zögernd,"meine Eltern nennen mich immer Schatz und meine Schwestern nennen mich Eike oder Eika."
"Hmm...nicht cool genug, wir müssen uns unbedingt einen cooleren Spitznamen für dich überlegen...Wie wäre es mit Marre?", meint Viktoria.
"Hmm...klingt gut", sage ich,"OK, dann bin ich jetzt eure Marre!"
Die drei Freundinnen lächeln sich zu und schauen mich an, ich schaue mir die Drei auch an.
Viki hat schulterlange, gestufte, braune Haare.
Mine hat lange, schwarze Haare, genau, wie Charlotte.
Und Feli hat ganz hellblonde, wellige Haare, und sieht damit richtig hübsch aus.

Das war Kann alles besser werden?-Part 2.
Von Laura Sophia.
Part Drei folgt.
Ich freue mich auf Tips und Kommentare von euch, vielen Dank!
Eure Laura Sophia


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