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kooperative Geschichten

Peter - Prolog zu "Das Vermächtnis"

02.02.2007

Es war ein windiger Tag. Das Begräbnis wurde auf einen kleinen Friedhof außerhalb der Stadt abgehalten. Es war der Tag an dem Sie sich das erste Mal seit mehr als 10 Jahren wieder sahen. Die 4 Freunde die sich geschworen hatten, ihre Freundschaft nie zu vernachlässigen. Wie es trotzdem dazu kam, das sie sich solange nicht gesehen hatten, konnte keiner von ihnen beantworten. Schon gar nicht der Eine der heute seinen letzten Weg gehen würde. In seinen letzten Tagen hatte er vergeblich versucht seine ehemaligen Kameraden zu erreichen.
Doch die Zeit hat die Erinnerung an das Versprechen, das sie sich gegeben hatten, wohl ausgelöscht.

Er, Erik, hatte sich fest vorgenommen, mit ihnen nochmal zu sprechen. Als die Schmerzen größer wurden und er merkte das seine Zeit gekommen war, verfasste er sein Testament.
Dieses Testament war anders als alle anderen. Es handelte nicht von materiellen Gegenständen die nun unter den Zurückgebliebenen aufgeteilt werden sollten. Es war eine Botschaft an diejenigen die er in sein Herz geschlossen hatte.
Erik war fest davon überzeugt, das er im Angesicht des Todes, die Wahrheit über das Leben besser sehen konnte als jeder andere. Sein Vermächtnis sollte diese Klarheit sein. Sie sollte den Menschen die er liebte die Augen öffnen.
Ein paar Seiten voll von Erkenntnissen, die nur ein Mensch in seinen letzten Atemzügen erlangt, waren seiner meiner Meinung nach mehr wert als sein Vermögen.
Er hätte es ihnen sein Geschenk gerne persönlich überreicht, aber seine Freunde waren in alle Windrichtungen verstreut. Der eine hatte wohl wichtigere Dinge zu tun, der andere hatte vielleicht zu große Angst oder schämte sich.
Er überlegte lange bevor er es ihm klar wurde, wer der Beste war um diese Aufgabe, die er selbst jetzt nicht mehr erfüllen konnte, zu übernehmen.
Keine zwei Stunden nachdem er alles in die Wege geleitet hatte, schloss er seine Augen für immer. Mit einem Lächeln und in der Hoffnung er habe seine Freunde vor dem Schicksal bewahrt, das ihn nun ereilte. Ein Tod in Einsamkeit.


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