Dorina - Jette & ich! Die Pferdefreundin 19.10.2011
1.kapitel: Der Tierarzt macht den Anfang
Ich setzte mich in den Auslauf. „Na Jette wo hast du dich versteckt?“ frage ich und nehme eines der Salatblätter aus Jettes Napf. Sofort kommt Jette angelaufen. Nun ja... angekrochen eher. Jette ist meine Hausschildkröte. Aber ich muss dazu sagen: Sie ist eine intelligente Schildkröte! „Was machen wir heute?“ will das gepanzerte Mädchen wissen. Ich zucke die Schultern. „Weis nicht. Was hältst du von... Zu Herr Tamm gehen und uns einen neuen Auftrag geben lassen! Oh Mist!“ fluche ich mit blick auf den Notizblock in meiner Tasche. „Gute Idee Lefiria. Ich liebe den Tierarzt!“ strahlt Jette und reckt neugierig den Hals. Vorsichtig hebe ich sie hoch. Dann verlade ich sie in die Transportbox und verkünde meiner Mama: „Ich fahre mit Jette zum Tierarzt. Sie hat gespuckt!“ Schon fahren wir Richtung Praxis. „Hab ich nicht!“ protestiert Jette als ich mit ihr auf dem Stuhl im Wartezimmer sitze. „Ach! Hätte ich Mama etwa offenbaren sollen das ihre Tochter ein Doppelleben führt und zu einem Tierarzt geht der ihr Aufträge erteilt oder was?“ frage ich. „Aber ja! Ich hab dir schon oft gesagt das deine Mama endlich mal wissen soll was wir so machen!“ sagt Jette. Ich verdrehe die Augen. „Ach hallo Lefiria du bist mit deiner Jette zum Impfen hier oder?“ fragt der Tierarzt und sieht mir fest in die Augen. „Ja genau!“ erkläre ich und verschwinde mit Jette hinter Herr Tamm im Behandlungszimmer. Nachdem Herr Tamm die Tür geschlossen hat runzele ich die Stirn: „Zum Impfen? Waren wir doch erst vorgestern!“ „Ja aber muss ja nicht jeder meiner Patienten wissen was wir hier machen oder?“ erklärt der blonde Arzt. „Achso. Also, was haben Sie heute für uns?“ frage ich und lasse Jette aus der Box krabbeln. „Erst mal heißt das: Was hast du heute für uns! Du brauchst mich nicht zu siezen.“ Sagt Alex freundlich. „Okay: Was hast du heute für uns Alex?“ verbessere ich mich. „Karla hat sich ein Bein gebrochen und jetzt müsst ihr zwei Cleopatra ein neues Pferd beschaffen.“ Erklärt Alex Tamm. „Oh Super!“ meine Schildkröte ist sofort begeistert von dem Auftrag. Karla ist eine Fuchs Stute. „Also dann: Auf in den Kühlraum.“ Sagt unser Tierarzt und geht voraus. Im Kühlraum ist es eisig kalt. „Na Lefiria? Hast du heute eigentlich was anderes vorgehabt? In kurzer Hose und T-Shirt?“ fragt Gerilinde lachend. „Ei... ei... gent... lich ja!“ schlottere ich. „Okay Gerry unsere beiden sind fertig. Und ehe sie uns zu Eisblöcken erfrieren... los geht’s!“ befiehlt Alex seiner Angestellten.
2.Kapitel: Leffi und Jette treffen auf Cleo
Als ich meine Augen wieder aufmache sehe ich mich um. „Ach hallo Leffi! Na Jette! Ihr wollt mir helfen? Super!“ strahlt ein braunhaariges Mädchen. „Ja genau Cleo. Wir wollen dir eine neue Stute für das Turnier übermorgen besorgen. Dürfen wir eigentlich auch kommen?“ frage ich neugierig. Cleopatra nickt. „Ja aber klar!“ dann bringt sie den Halfter und den Sattel von ihrer Karla wieder in den Stall. „Ach Mist! Ich muss ja zum Abendessen wieder da sein!“ fällt es mir gerade ein. Cleopatra schüttelt den Kopf als sie wieder kommt: „Nein Lefiria hast du es etwa immer noch nicht kapiert? Die Zeit bei euch bleibt stehen so lange du hier oder woanders für einen Auftrag bist!“ „Unvorstellbar aber wahr...“ murmelt Jette von unten. Ich hebe sie hoch. „Na Cleo!“ begrüßt sie das Mädchen und beäugt ihre Reiterstiefel misstrauisch. „Du kannst doch nicht so mitkommen! Die Leute denken ja sonst was von uns!“ beschwert sie sich. Nun: Wo sie Recht hat, hat sie Recht. Cleopatra sieht in ihrer Reiterkleidung wirklich etwas merkwürdig aus. Auch die 16 – jährige hat ein Einsehen und verschwindet um sich umzuziehen. Ich bin 15 und Jette ist erst 5. Neugierig sehe ich mich um. Es ist alles wie vorher: Der Grüngestrichene Stall für die Vierbeiner und gleich daneben: Das gelbe Haus für die Besitzer, wenn die hier auf dem Reiterhof Jeansberg mal schlafen wollen. Oder für Schulklassen die hier hin einen Ausflug unternehmen. Ich bin übrigens in der 9. Klasse der Realschule Gunterssen. „So! Wir können!“ stellt Cleo klar. Sie sieht aus wie bei unserem ersten Treffen: Die Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden und die blau karierte Bluse an. Dazu trägt sie eine Jeans. Dann gehen wir drei in die Stadt. „Also seit wie vielen Jahren machst du das jetzt für Axel Tamm?“ erkundigt sich Cleopatra. „Alex Tamm. Seit ich zwölf bin also jetzt seit 3 Jahren.“ Antworte ich. Das Treffen mit Alex und mir war folgendermaßen abgelaufen: Ich und Jette kamen zu ihm um Jettes juckende Haut auf Allergien zu testen. Schon damals war ich seine vertrauteste Kundin. „Du? Feliria? Komm mal mit ja?“ fragte Alex. Ich hatte genickt und mich nicht beschwert das er statt Lefiria, Feliria gesagt hatte. Dann standen wir zwei im Kühlraum. Der Tierarzt erklärte mir was ich machen sollte – würde ich den Handel annehmen. „Es handelt sich um Tiere oder Besitzer von Tieren die eure Hilfe brauchen.“ Erklärte der Doktor. Wir hatten angenommen und unseren aller ersten Auftrag bei Cleopatra auf dem Jeansberg bekommen. Ein verletztes Eichhörnchen gesund pflegen. Das war noch relativ leicht doch mit der Zeit wurden die Aufträge immer anspruchsvoller ja älter ich wurde. Doch Spaß macht es mir trotzdem auch noch mit 15.
3.Kapitel: Riccolo
Wenig später gehen wir zu Cleopatras Haus. „Ach hallo Lefiria!“ begrüßt mich Katha freundlich. „Hallo Frau Ebbingen.“ Sage ich. Cleos Mutter lässt uns rein. „Hallo Cleopatra. Wer bist du?“ fragt ein schwarzhaariger Junge interessiert. „Ich bin Jette! Und Sie?“ fragt die Schildkröte sofort. Der Junge erschrickt. „Sorry. Sie ist manchmal etwas vorlaut... Ich bin Lefiria.“ Entschuldige ich mich. „Hallo Le.... firia?“ der Junge ist unsicher. „Ja genau.“ Sage ich. „Mein Name ist Riccolo. Aber nenn mich einfach Ric. Cleopatra ist meine Schwester.“ Erklärt Riccolo. „Ah. Ja... Hallo Ric.“ Sage ich freundlich. „Ric? Schöner Name!“ mischt sich Jette ein. „Aber... aber...“ stottert Riccolo. „Bist du wohl still!“ fahre ich sie an. „Na gut...“ Jette ist etwas beleidigt. „Und das ist.... eine sprechende Schildkröte??“ wundert sich Riccolo. „Ja.“ Mehr weiß ich dazu nicht zu sagen.
4.Kapitel: Ein Plan muss her!
Ric, Cleo, Jette und ich sitzen auf dem Sofa in Cleopatras Zimmer und überlegen. „Wir könnten ein anderes Pferd aus eurem Stall nehmen!“ schlägt Jette vor. Aber Cleos Bruder schüttelt den Kopf: „Nein Jette das geht nicht. Die gehören ja den anderen Bewerbern!“ „Hm.... Ich hab’s!“ Cleopatra springt auf, „Ric! Wir nehmen Ric!“ „Mich?! Willst du auf mir reiten oder was?“ fragt ihr Bruder erstaunt. „Aber nicht doch! Ricarda! Die Hannoveraner Stute aus dem Stall unserer Großeltern!“ strahlt Cleopatra. „Du hast aber Einfälle Cleo!“ lobt Stefan. Ihr Vater ist gerade von der Arbeit heim gekommen. „I... Ich rutsche! Waaaaaaa... Au!“ Jette liegt auf dem Panzer und strampelt hilflos mit den Beinen. Stefan stellt sie wieder auf alle viere. „Danke Stefan!“ sagt die Schildkröte und reibt ihren Kopf an dem Bein von Herr Ebbingen. Der grinst.
5.Kapitel: Ein Problem!
„Mama?“ fragt Cleo und rennt in die Küche. „Ja Cleopatra?“ Frau Ebbingen dreht den Kopf während sie geschäftig in der Suppe rührt die auf dem Herd brodelt. „Wir nehmen Ricarda für das Turnier!“ freut sich die 16 – jährige. „Gute Idee!“ Katha ist einverstanden. Dann sitzen wir alle in dem Auto von Frau Ebbingen und fahren mit Cleos Mutter zum Hof wo Ricarda untergebracht ist. „Ähm... Lefiria? Können wir mal anhalten?“ fragt meine Schildkröte plötzlich. Sofort fährt Katha an den Rand und stoppt das Auto. Ich mache besorgt die Tür auf und setze Jette ins Gras... wo sie eine eklig stinkende Pfütze hinterlässt! Sie hat gespuckt! „Ich hab doch... schon mal angedeutet das ich Autofahren nicht abkann! Was meinst du wohl warum wir heute morgen mit dem Fahrrad gefahren sind?!“ giftet die Schildkröte und – erbricht eine weitere Pfütze ins Gras! „Oh je! Das sieht nach einer Reisekrankheit aus!“ besorgt kniet sich Riccolo neben mich und starrt die Pfütze so interessiert an als wolle er darin die Zukunft lesen. Ich sehe ihn besorgt an. „Wollt ihr auch mal was machen oder soll ich den Rasen ganz färben?“ beschwert sich Jette. „Entschuldige Jette.“ Sagt Ric und hebt meine Schildkröte vorsichtig hoch. „Tja... ich fürchte das mit Ricarda können wir auch vergessen. Wir wollen Jette ja nicht ins so einem schlechtem Zustand lassen!“ besorgt steigt Rics Mutter aus. Nur Cleopatra bleibt sitzen und schmollt ein bisschen. Dann hat Riccolo einen Plan! Er nimmt Jette mit zu einem guten Freund von ihm. „Die Mutter ist praktischerweise auch Tierärztin!“ sagt er lächelnd ehe er sich auf den Weg macht. Natürlich zu Fuß! „Und das alles nur wegen deiner blöden Schildkröte!“ faucht Cleopatra auf der Rückfahrt zum Jeansberg. „Jette ist nicht blöd!“ wiederspreche ich. „Klar! Sie musste ja kübeln! Wärst du öfters mit ihr Auto gefahren dann hättest du sie trainieren können aber nein so was fällt deinem kleinem Spatzenhirn ja nicht ein!“ knurrt Cleopatra. „HALLO! Ich hab kein Spatzenhirn! Also, das geht zu weit! Weist du was? Ich hab mit Jette einmal trainiert. Das ging nach hinten los! Wir haben Mamas Firmenwagen zum Training genommen – unser anderes Auto war beim Tüv – und Mama war stinksauer als sie die Pfütze auf dem Sitz entdeckte! Deswegen hat sie uns das verboten! So!“ gifte ich zurück. Doch Cleo lässt das völlig kalt. Sie sieht mich forschend an, die Arme vor der Brust verschränkt und sagt seelenruhig: „Das hätte ich jetzt auch gesagt! Du kannst noch kein Autofahren Leffi. Also, erfundene Geschichte!“ Ich habe Glück das dass Auto von Katha gerade parkt. Sofort steige ich aus und renne. „Diese dumme Kuh!“ fauche ich. Ich kenne jedes Versteck und jeden Winkel von Reiterhof Jeansberg. Ich entscheide mich für den Heuboden. Hier kann ich mich mit den umherstreunenden Katzen unterhalten.
6.Kapitel: Traurigkeit
Eine der Streuner kommt zu mir und kuschelt sich in meinen Schoß. „Na Mimi.“ Ich streichele das Kätzchen sanft. „Mimi? Haben die alle Namen von dir bekommen?“ fragt jemand. „Ja! Wer... i... ist da?!“ frage ich ängstlich. „Guck doch über dir!“ rät mir die Stimme. Mein Blick wandert in die Luft. Zwei Füße baumeln von aufgeschichteten Strohballen herunter. Ich sitze genau unter denen im Heu! Die Ballen beginnen zu wackeln! „Aber... ah!“ ich schreie auf und mache einen Satz zur Seite. Neben mir landet... Riccolo! „Ach du bist es nur!“ ich bin erleichtert. „Ja.“ Ric lächelt warm, „Wen hättest du denn erwartet? Einen Dieb? Einen Mörder? Oder... deinen Vater?“ Ric sieht mich plötzlich mitfühlend an. „Woher weißt du das mit meinem Papa?“ frage ich und sehe Riccolo entgeistert an. „Jette.“ Sagt er leise. Diese geschwätzige Schildkröte konnte aber auch rein gar nichts für sich behalten! Mist! „Das tut mir sehr leid.“ Flüstert Ric. Ich sehe ihn an. Ohne das ich es will fange ich an zu weinen. „Ach Lefiria! Hm?“ Riccolo nimmt mich tröstend in den Arm. „Ich hatte Papa immer lieb gehabt!“ schluchze ich. „Das glaub ich dir. Es ist hart wenn man einen Menschen wie Vater oder Mutter verliert. Das ist... sehr hart!“ murmelt der 15 – jährige. „Ja!“ wimmere ich. „Was machst du denn da? Heult da was? Nee ich glaub das war nur Einbildung.“ Cleopatra kommt auf den Heuboden! So etwas ist gemein! Diese dumme Kuh kann mich mal!
7.Kapitel: Manchmal muss man sich streiten
„Sag mal spinnst du?!“ schreit Ric seine Schwester an. „Wieso das denn?“ fragt Cleo gleichgültig. „Siehst du nicht wie es ihr geht??“ brummt Riccolo schlecht gelaunt. „Wie es wem geht? Wie es dir geht?“ fragt Cleo mal wieder als hätte sie mich nicht bemerkt. „Du bist so fies! Siehst du nicht wer da sitzt?“ fragt Riccolo. „Wer denn? Außer dir sehe ich keinen.“ fragt Cleo. „Ach lass sie doch. Wenn sie meint das sie das machen muss! Lass sie einfach.“ Murmel ich, „Ich komm damit klar.“ „Aber trotzdem! Das ist ja fies!“ murmelt Ric. „Ach doch jetzt sehe ich es auch. Ein Mädchen das um ihren toten Papa trauert... Ohhhhhhh!“ höhnt seine Schwester. Das bis eben hab ich noch ausgehalten aber jetzt kann sich dieses Mädel warm anziehen! „Wie hast du über uns geredet?!“ brülle ich los. „Über euch?“ fragt Cleopatra als wisse sie nicht worum es ging. „Über mich und Papa!“ schreie ich so laut das Mimi, Kiara und der Rest sich ängstlich ins Heu flüchten. „Achso. Was guckst du denn so? AUA! Spinnst du?!“ schreit Cleo. „Ja! In diesem Fall schon!“ ich schubse sie. „Aber was... aber...“ Ric sieht uns unglücklich zu. Er kann ja nichts machen. Aber das ist mir auch relativ egal. Es geht ja nicht um ihn sondern um seine dumme Schwester! Ich schlage noch einmal zu. Schließlich liegen wir prügelnd auf dem Boden. Bis Riccolo schließlich eingreift. „Mädels! Wollt ihr euch da gegenseitig runterschubsen oder was?!“ fragt er entsetz und zieht uns auseinander. „Ja!“ knurre ich und bin rot im Gesicht so wütend bin ich… „Mein Gott! Dass hätte ja fast schief gehen können!“ sagt Ric und sieht nach unten. „Okay... Tschuldigung das ich dich wegen deinem Vater aufgezogen habe.“ Flüstert Cleo schuldbewusst und hält mir ihre Hand hin. „Sorry das ich dich geschubst habe!“ flüstere ich zurück und schüttele sie. „Na bitte! Geht doch!“ sagt Ric zufrieden. „Manchmal muss man sich eben streiten!“ ruft jemand. Ich erschrecke und mache einen Schritt rückwärts! „AHHH!!“ ich rudere wie wild mit den Armen. „Oh Gott Lefiria!“ sofort ist Riccolo bei mir und hält mich fest. Gut so denn sonst wäre das mein Ende gewesen! „Oh je! Also das wollte ich jetzt wirklich nicht!“ beschämt dreht sich Jette einige Male im Kreis. „Schon gut. Mann hatte ich Angst!“ gebe ich zu.
8.Kapitel: Der Traum
„Ich.... weiß nicht wie ich dir danken soll.“ Stottere ich und sehe Ric schüchtern an. „In dem du mir sagst wie du mich findest. Ich finde dich nämlich... sweet.“ Gesteht Riccolo und wird rot. „Echt?“ frage ich etwas überrascht. „Ja... und du?“ flüstert Riccolo. „Du brauchst nicht zu flüstern! Wir wissen es eh schon! Ich mein ich wusste es ja schon seit der ersten Sekunde aber...“ Gibt Jette an. „JETTE!“ sage ich drohend. „Jaaaa! Gib es endlich zu das du auch in ihn verknallt bist! Los!“ fordert Jette mich auf. „Also ich weiß nicht.... das kommt so plötzlich!“ zögernd greife ich seine Hand. „Aber... wir können es mal versuchen!“ ich gebe mir einen Ruck und lächele vorsichtig. „Okay... danke.“ Ric lächelt dann küsst er mich. „Ohhhhhhhhh!“ sagen Jette und Cleo gleichzeitig. Dann lachen die beiden. „Miau!“ plötzlich streift etwas raues meine Nase. Eine Katzenzunge! Ich fahre hoch. Erschrocken versteckt sich Mimi – die mich auch wachgeleckt hat – im Heu. Ich gehe nach unten. „Ähm? Eine dumme Frage aber: Haben wir uns gestritten?“ frage ich Cleo die in der Küche sitzt und Tee schlürft. „Ja aber ich hätte dich nicht Spatzenhirn nennen sollen. Sorry.“ Sagt sie kleinlaut und schüttelt meine Hand. „Also war das mit Ric auch ein Traum... schade eigentlich!“ denke ich traurig. Gerade da kommt er durch die Tür. „Alles okay. Jette hat einige Tabletten bekommen.“ Ich sehe in seine Augen. „Äh jaaaa. Was ist?“ fragt Riccolo erstaunt. „Nichts gar nichts!“ sage ich schnell. Cleo fängt an zu kichern. „Aber... das wegen deinem Papa... tut mir leid.“ Sagt Riccolo. „Jette! Hast du es ihm gesagt?!“ frage ich entgeistert. „Ähm.... ja.“ Sagt Jette leise. Also doch! Gleich prügeln sich Cleo und ich! Aber anstatt was fieses zu sagen meint die braunhaarige nur gelassen: „Tja.... Plappermaul Jette! Das war nicht beleidigend!“ „Äh... Ricci? Sag das bitte nicht zu oft ja?“ frage ich unsicher. „Oh. Klar.“ Sagt Riccolo mit belegter Stimme. „Auto Unfall oder wo ist er gestorben?“ fragt Cleos Vater direkt. „DAD!“ schimpft Cleo. „Ja? Ich frag doch nur!“ verteidigt sich Stefan. „Aber wie Sie fragen! Das ist es!“ schreie ich und renne aus der Küche zum Stall hinüber. Ich weine und setzte mich mit letzter Kraft zu Feranni dem Rappen in die Box. Er wiehert besorgt und stupst mich an. Er weiß wie ich mich fühle. Er hat sein Vater verloren weil der Hengst verkauft worden war. „Ach Feranni! Du fühlst immer wenn es mir schlecht geht!“ jammere ich und streichele ihm an den Beinen entlang. Das Pferd wiehert und schnaubt als wolle er mir sagen: Kopf hoch meine Maus die sind eben so. „Du bist wirklich mein Halt!“ wimmere ich. Der schwarze Hengst wiehert beruhigend. Plötzlich fällt mir ein warum ich hier bin!
9.Kapitel: Die Lösung zum Problem!
Feranni ist mein Pferd. Ich reite häufig aus. Plötzlich habe ich den rettenden Einfall: Cleo nimmt ihn für das Turnier! Ich gehe zu ihr und schlage es vor. Sie findet es eine tolle Idee. Auch ihr Bruder und ihre Eltern sind davon begeistert. Also ihre Mutter – ihrem Vater bin ich so wenig wie möglich begegnet. „Es tut mir leid Lefiria.“ Sagt er als wir alle an der Rennbahn stehen. Wir haben noch geübt und heute ist das rennen! „Schon okay Stefan. Aber mach das nicht noch mal so... direkt ja?“ frage ich und sehe zur gleichen Zeit wie Cleopatra und mein Feranni gerade als erster im Ziel sind! Ich freue mich. Doch dann heißt es Abschied nehmen... „Tschüß Mausi.“ Sagt Ric und küsst mich auf den Mund. „Er hat’s an deinem Blick bemerkt!“ zischt Cleo mir zu als sie mich in den Arm nimmt und noch ein letztes Mal drückt. „Tschüss Stefan, Tschüss Katha.“ Ihren Eltern schüttele ich nur die Hand ehe ich mich einmal um mich selbst drehe und wieder in der Praxis von Alexander stehe.
10.Kapitel: Happy End
„Und wie war’s?“ fragt der Tierarzt als ich schlotternd aus dem Kühlraum trete. „Total toll!“ schwärme ich und strahle über beide Ohren. „Sie hat Ricco geküsst!“ erklärt die Schildkröte grinsend. Doch ich korrigiere: „Nein! ER hat MICH geküsst!!“ Dann fahre ich nach Hause. Abends beim Einschlafen denke ich noch lange an Riccolo. Und an meinen Feranni! Dass nenn ich mal ein Happy End!
ENDE
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