Élaine - Generation07.05.2011
Das Fernsehen bestimmt unser Denken. Denken ist überflüssig. Flüssig wird uns eine schöne Welt eingetrichtert. Wir selbst trichtern nur Alkohol. Alkohol bis wir ins Koma fallen. Wir fallen immer tiefer. Tiefer in eine Welt, in der man nicht leben will. Wir wollen alles und nichts. Nichts können wir besonders. Besonderheiten sind nur die mit dem Geld. Geld regiert. Die Regierung baut auf unserem löchrigen Zement. Zement ist in unseren Köpfen. Unsere Köpfe nicken im Takt. Im Takt der Musik, in der wir uns zu retten versuchen. Ein Versuch, uns zu befreien, schlägt fehl. Fehlplatziert sind die Rebellen. Rebellisch waren unsere Eltern. Die Eltern, die uns nicht verstehen. Verstehen tun wir selbst wenig. Wenig wollen wir ändern. Veränderungen geschehen im Sekundentakt. Jede Sekunde ein neues Gebäude, jede Sekunde eine neue Katastrophe. Katastrophal egal ist uns das. Uns kann nichts erschrecken. Erschrocken sind nur die anderen über unser Leben. Leben nennt man unser Chaos? Chaotisch ist unser Denken. Gedanken werden verdrängt. Verdrängt durch fiktives Töten. Ein Tod für unsere Tiefe. Tiefgründigkeit suchen wir verzweifelt. Verzweiflung wird nicht erkannt. Erkennbar für uns ist der Lärm. Lärmend und mit erhobenen Armen bewegen wir uns blind in einer schwitzenden Masse. Massenware ist unsere Kleidung. Kleider, die uns eine gleiche Identität schenken. Geschenkt ist unser Untergang. Wir gehen unter mit zuckenden Schultern. Schulterlos, weil sich niemand anlehnt. Angelehnt an uns selbst werden wir stürzen. Hinabstürzen, weil wir sinnlos waren.
0 Kommentare
|