Valentyne - Die Farbe Rot06.02.2012
Rote Farbe
wie kleine diamanten glitzern die Regentropfen auf den ästen der bäume, die sich schwarz vom düsteren himmel abzeichnen. aus meinem schloss heraus wirkt die welt dort draußen noch ein bisschen grauer und trauriger als sie ohnehin schon ist. der große turm, der früher einmal ein ziegelschornstein war, gibt diesem bild noch einen industriellen touch. diese natur ist verdorben, und ausgebrandt, so wie ich. ich dachte, ich bin etwas besonderes, weil mein denken einzigartig ist. aberm der wiederspruch steht shcon im satz selbst. jeder denkt. wenn ich vergleiche, bin ich ein fisch. ich habe eine seltene farbe, aber trotzallem bin ich im großen meer, wie millionen andere, nur ein verfluchter fisch. ich habe schoneinmal gemalt. es gab eine zeit, in dem mein königreich mein alptraum war. ich hatte michselbst verloren, in dieser grauen und trostlosen welt. die mauern meines schlosses waren auf einmal unüberwindbar hoch, wie sie dort grau vor mit standen. du freude und das leben erstickten in dieser farblosen gleichgültigkeit. es gab keine luft, es war asche, mit der sich meine lunge füllte. ich muste wieder farbe in dieses gemälde bringen. es musste eine intensive farbe sein, die das leben wiederspiegelte.
Das leuchtende Rot belebte meinen geist, und ließ den glauben an ein bisschen schönheit wieder aufleben. doch die illusion hielt nicht lange. das rot trocknete, und es blieben nurnoch hässliche dunkelbraune flecken. sie hatten die farbe meines turms.
ich verfiel wieder in traurigkeit, und mein gefallen an der farbe rot schwand mit jedem fleck den ich auf mein gemälde tropfen ließ.
ich glaubte bald, dass meine augen die selbe farbe hatten wie der himmel, und meine seele bald die schwärze der bäume annehmen würde. es war der tag, an dem auch mein herz wie die farbe zu verblassen drohte, an dem ich ein einzelnes blatt entdeckte. aber ich sah viel mehr als nur das. dieses blatt, dass dort an den diamanten verzierten ast hing, hatte den schimmer von einem grün, dass für mcihd as schönste grün der welt war. ich sah mich um, und entdekte, dass überall das grau den schönsten farben wich. jeden tag wurden die farben intensiver, doch nach wochen verließ mich auch diese freude. die farben blieben zwar, doch fühlte ich mich nicht besser. meine seele war nochimmer schwarz, und bei jedem atemzug schmeckte ich die asche. beschämt von meiner eigenen undankbarkeit, versteckte ich mich wieder in meiner festung, und verweielte hinter meinem geschlossenem fenster, und gab mich ganz meinen düstersten gedanken und depressionen hin. eines morgens, entdeckte ich einen schatten. er stand vor meinem schloss, und blickte dierekt in mein fenster. es kribbelte auf meiner haut, denn zum aller erstenmal, war da jemand der mich sah. er schaute mich richtig an. fasziniert verließ ich meine festung, und trat dem schatten gegenüber. er nahm mich an die hand, und führte mich durch das farbenreiche paradies meines königreiches. er führte mich vor eine dieser immernoch grauen und unüberwindbaren mauern.
ich wusste das ich kein wort sagen musste. der schatten wusste um mein leid, und trat näher an mich heran. plötzlich war in da eine tür. sie war aus holz, und eigentlich garnicht zu übersehen. ich wusste nicht wieso ich sie nie gesehen hatte, und konnte mein erstaunen nciht verbergen. die gestalt nahm meine hand, und legte sie auf den türgriff. in dem moment, in dem ich den mut gefasst hatte, dieses reich zu verlassen, und den griff runterdrückte, schmeckte ich zum erstenmal klare kalte luft. alles hatte sich wärend der zeit um mich herum verändert, das leben war weitergeganen. auch ohne mich. alles was ich brauchte um meine eigenen farben zu verändern, war der mut auch weiter zu gehen.
V.
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